Neue Verbot-Debatte nach Amoklauf?

Entsetzen am Tatort im baden-württembergischen Winnenden

Entsetzen am Tatort im baden-württembergischen Winnenden

Die Ereignisse im baden-württembergischen Winnenden, bei dem der jugendliche Täter Tim K. mindestens 15 Menschen erschießt und schließlich sich selbst tötete, hat bereits am heutigen Tattag dazu geführt, dass einmal mehr Computerspiele in den Fokus rücken, wenn es darum geht, derartige Ereignisse zumindest teilweise zu erklären.

Insbesondere so genannten Ego-Shooter-Games haftet dabei ein Image an, das dazu prädestiniert ist, als einer der möglichen Gründe herzuhalten, warum gerade junge Menschen derart Amok laufen. Ego-Shooter ermöglichen dem Nutzer sich durch mehrere Spiellevel “durchzukämpfen”. Dem Spieler stellen sich dabei zahlreiche Gegner in den Weg, die er durch mehr oder weniger brutale Waffengewalt aus dem Weg räumen muss.

Obwohl die Ermittlungen zum jüngsten Amoklauf gerade begonnen haben, ist am Horizont bereits eine erneute Debatte erkennbar, die nach bestimmten Mustern und Auslösern für solche Taten suchen und natürlich auch wieder nach einem Verbot von gewaltverherrlichenden Spielen rufen.

Susanne Kronzucker, Botschafterin der Initiative SCHAU HIN!, glaubt hingegen nicht, dass gewaltsame Spiele daran schuld haben, dass Menschen solche Taten vollbringen. In einem Interview des ZDF mahnte sie dennoch, Kinder aufzuklären und genauer darauf zu achten, was diese in den Medien konsumieren.

Auch der Nachrichtensener N24 verwies in einem Interview mit der Gewaltforscherin Prof. Angela Ittel erneut auf Computerspiele als möglichen Erklärungsgrund. Frau Ittel ist ebenfalls der Meinung, dass man sehr vorsichtig sein sollte, wenn es darum geht, derartiges mit den immer gleichen “Sündenböcken” zu erklären.

4 Kommentare zu „Neue Verbot-Debatte nach Amoklauf?“

  1. Lautenschläger sagt:

    Ich spiele seit Jahren solche Spiele und bisher merke ich nix das ich am ausrasten bin. Also was soll denn immer nur diese eliliche Diskussion um dieses Thema? De Eltern und Erzieher sollten sich mal selbst in der Verantwortung sehen.

  2. Anonym sagt:

    Ich denke ebenfalls, dass Ego-Shooter keinen Amoklauf auslösen.
    Es spielen sehr viele Jugendliche “Killer-Spiele” und es laufen nicht alle Amok, so wie es die Politiker aufputschen. Klar können Killerspiele einen kleinen Anteil an so einem Denken haben, doch es sind auch viel Lehrer und teilweise Eltern, die sich nicht um ihre Kinder kümmern.

  3. Gartenmöbel sagt:

    Super :)

  4. Computerspiele für Kinder ab 18 und nur nach 22 Uhr? | zensur-blog.de - Nachrichten und Hintergründe zur Kunst- Pressefreiheit in Deutschland sagt:

    [...] darüber wird aller spätestens dann in den Fokus rücken, wenn der Motivation der nächsten Gewalttat wiederholt der Konsum von gewaltsamen Videospielen nachgewiesen wird oder werden [...]

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