Archiv für Juli 2010

Verliebter Lehrer ärgere dich nicht!

Mittwoch, 7. Juli 2010

Die Beziehungen zwischen Lehrern und ihren Schülern sind immer wieder Thema von Filmen, Büchern oder wie neulich in einem (zensierten) Comic.

Millionen Menschen haben Filme wie „Die Feuerzangenbowle“ gesehen, in denen Schüler ihre Lehrer mit lustigen Streichen zur Verzweiflung treiben. Eigentlich ein harmloses Thema, gebe es da nicht den Jugendschutz.

Der angesprochene Film wird regelmäßig im Fernsehen wiederholt. Dort kann ihn jeder sehen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Das Buch „Lehrer – ärgere dich!“ von Dieter Heckschütz wird jedoch jungen Lesern vorenthalten. Doch gerade an diese richtet es sich.

Unter den 11 “Lehrsätzen” führt Autor Heckenschütz Gründe für eine “Schüler-Notwehr” gegen Lehrer sowie gegen die Schule auf und komplettiert diese mit Anleitungen zu recht harmlosen Streichen.

Dennoch: Wie groß das Spektrum potenzieller Jugendgefährdung ist, zeigt dieses Beispiel auf anschauliche Weise. So dürfen die Schülerstreiche seit 1985 nur Erwachsene erwerben.

Mit dem Comicband “Ein Lehrer zum Verlieben” gibt es auch im Jahr 2010 ein Medium, dessen Inhalt bundesdeutschen Jugendschutzkriterien nicht standzuhalten scheint.

Man entfernte scheinbar ein paar Panels in dem ersten Band der Serie. Auf Anfrage im offiziellen Panini Comics Forum bestätigte dies ein Mitarbeiter:

Ein Lehrer zum Verlieben wurde tatsächlich an ein paar Stellen von uns zensiert. Grund hierfür ist neben dem jungen Aussehen der Protagonisten auch die Zielgruppe an die wir uns hier richten. Da wir hier Mädchen zwischen 12-14 Jahren anpeilen, wurde uns von unserem Anwalt empfohlen hier ein zu greifen.


Klar sind die Hauptcharaktere Lehrer und demnach volljährig. Wir werden demnächst das Thema Zensur generell bei uns mal neu diskutieren.

Gefährliches Kino?

Mittwoch, 7. Juli 2010

Unter dem fragenden Motto “Gefährliches Kino?” fanden am 11. und 12. Juni in der Deutschen Kinemathek in Berlin Vorträge zu verschiedenen Themen rund um das Thema Zensur und ‘gefährliche Filme’ statt.

Dr. Roland Seim, wissenschaftlicher Leiter des Projektes Museum für Kunst- und Pressefreiheit, referierte in einem 45-minütigem Vortrag über die deutschen Institutionen der Film- und Medienzensur mit Beispielen aus dem Horrorfilm-Genre.

Das Video zum spannenden und unterhaltsamen Vortrag finden Sie HIER